Habt bitte Verständnis,
dass der Aufbau dieser Seite nur langsam aufgebaut werden kann, da das Sammeln
der Begriffe ziemlich aufwendig ist.
Ausserdem möchte
ich darauf hinweisen, dass ich für die absolute Richtigkeit meines Lexikons
keine Gewähr übernehme
(Jeder macht halt mal
Fehler).
Solltet ihr allerdings
Anregungen haben oder Fehler entdecken würde es mich sehr freuen, wenn
ihr mich benachrichtigen
würdet.
christian.wiedemann@a-city.de
Zuletzt aktualisiert
am
14. Februar 2003
| Belebungsverfahren | Das sog. biologische Abwasserreinigungsverfahren bei dem die im Abwasser enthaltenen organischen Stoffe durch lebende Organismen (Mikroorganismen, Bakterien), welche im sog. Belebtschlamm enthalten sind abgebaut werden. |
| Benzol | Farblose, leicht flüchtige, charakteristisch riechende Flüssigkeit. Siedepunkt von +80,15°C. Dichte von 0,879 g/cm3. Giftig und kreibserregend (Vorsicht! Dämpfe nicht einatmen und Hautkontakt vermeiden!). Nicht löslich ich Wasser aber in unpolaren Lösungsmitteln wie Benzin, Tetrachlormethan, Fetten uva. |
| BImSchG | BundesImmissionsSchutzGesetz. Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge. |
| Bio-Indikator | Siehe Indikatoren |
| Biochemischer
Sauerstoffbedarf |
siehe BSB5 |
| Biogasanlage | Anlage zur Energieerzeugung (thermisch
bzw. elektrisch) aus Biogas. Biogas besteht hauptsächlich aus Methan,
welches beim anaeroben Abbau (unter Luftabschluss) und im feuchten Milieu
durch Methanbakterien entsteht. Diese Art der Energieerzeugung hat viele Vorteile:
- Billiger Strom aus Gülle, Mist usw. - Geringere Ätzwirkung beim Ausbringen des übrig bleibenden Düngers auf Pflanzen. - Geringere Geruchsbelästigung durch die Gülle und den Mist. - Methan ist ein Treibhausgas und wird so gesammelt und kontrolliert verbrennt. |
| Biologische Phosphorentnahme |
Zum Phosphatabbau wird eine Besonderheit der Bakterien verwendet. Wenn diese Bakterien plötzlich in ein absolut sauerstofffreies Medium kommen, nehmen sie mehr Phosphor auf als normalerweise. Als sauerstofffreies Wasser wird das aus der Denitrifikation der Kläranlage genommen. Dieses enthält nicht einmal Sauerstoffverbindungen in Form von Nitrat. Verbessert wird der Abbau durch Zufuhr von leicht abbaubarem Schlammwasser aus dem Vorversäuerungs- eindicker. |
| Blockheizkraftwerk | Abk.: BHKW. Diesel- oder gasbetriebene Verbrennungskraftmaschine, die mit einem Generator gekoppelt ist. Neben der Erzeugung von elektr. Strom wird gleichzeitig auch Wärme aus der Abwärme erzeugt. BHKWs haben dadurch einen höheren Wirkungsgrad als die getrennte Erzeugung der beiden Energiearten. |
| BSB5 | Der Biochemischer Sauerstoffbedarf ist die Menge gelöster Sauerstoff im (Ab-)Wasser, die von Mikroorganismen in einem bestimmten Zeitraum (hier 5 Tage) verbraucht wird, um die im Wasser enthaltenen organischen Stoffe bei 20 °C abzubauen. |
| CSB | Chemischer Sauerstoffbedarf in mg/l. Gibt die Menge Sauerstoff an, die benötigt wird, um alle organischen Inhaltsstoffe des Abwassers chemisch zu oxidieren. |
| Dekontamination | Beseitigung, Verringerung oder Umwandlung von Schadstoffgehalten im Boden, Wasser und Luft. |
| Denitrifikation | So wird in der Kläranlage der Abbau von Nitrat genannt. Zur Denitrifikation muss das Abwasser vorher die Nitrifikation durchlaufen, also nitrifiziert werden. Die Zone, in der denitrifiziert wird wird auch D - Zone genannt. In der D. wird nitrathaltiges Rezirkulationswasser, Zulauf und nitrathaltiger Rücklaufschlamm in ein anoxisches Becken oder einen anoxischen Bereich des Belebungsbeckens eingeleitet. Die Bakterien bauen einen Teil des BSB5 ab und verwenden dazu Sauerstoff, den sie aber vom Nitrat und Nitrit abspalten. |
| Deponie | Eine D. ist eine technische Anlage zur zeitlich unbegrenzten Abfallablagerung, die aufgrund der in der D. ablaufenden Reaktionen, einer ständigen Überwachung bedarf. |
| Diesel | Ein Kraftstoff, der zwar weniger Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe, dafür aber viel mehr Stickstoffoxide, Schwefel- dioxide und Dieselrußpartikel emittieren. |
| Dioxin | Spezielle chlorierte Kohlenwasserstoffgruppe,
die meist toxisch sind. Sie bestehen aus einer Vielzahl ähnlich gebauter
Verbindungen (ca.75). Es gibt ca. 210 Verbindungen, die umgangssprachlich als Dioxine bezeichnet werden können. Dieser Begriff umfasst die polychlorierten Dibenzodioxine (PCDD) und die polychlorierten Dibenzofurane (PCDF). |
| Elektrofilter | Hiermit können die Abgase von z.B. Müllverbrennungsanlagen oder Kohlekraftwerken von Staub gereinigt werden. Grob kann man sagen, dass das staubige Abgas zwischen mehreren Platten hindurchströmt, die elektrisch geladen werden. Der Staub schlägt sich dann auf die Seite mit der entgegengesetzten Ladung. |
| EMF |
Abk.: Elektromagnetische
Felder |
| Emission | (von lat. emittere = aussenden) Die Aussendung von luft-, wasser- und bodenverunreinigenden Stoffen, Schallwellen, Erschütterungen u.ä. |
| EMV |
Abk.: Elektromagnetische
Verträglichkeit |
| Erschütterung | E. sind tieffrequente Körperschallschwingungen im Frequenzbereich bis 90 Hz. Durch E. können z.B. Gebäude zerstört werden. |
| eutroph | Gibt eine bestimmte Nährstoffbelastung
von z.B. Gewässern an. E. bedeutet: starke Nährstoffbelastung und hohe Algenproduktion, geringe Sichttiefe, regelmäßige Algenblüte, zeitweise totaler Sauerstoffschwund im Tiefenwasser mesotroph oligotroph polytroph |
| Faulturm | Bauteil einer herkömmlichen Kläranlage
zum anaeroben Abbau (unter Sauerstoffabschluss) der organischen Verbindungen
von Klärschlämmen. Werden meist aus Spannbeton oder Stahl hergestellt. Sieht man eine Kläranlage von der Ferne ist der F. meist das größte bzw. höchste Bauwerk. |
| FCKW | Abkürzung für Flourchlorkohlenwasserstoffe. Sie sind niedermolekulare Kohlenwasserstoffe, bei denen einige oder alle Wasserstoffatome (H) durch Chloratome oder Flouratome ersetzt sind. Sie sind für den Abbau von Ozon in der Ozonschicht verantwortlich. Bei diesem Vorgang entstehen in der Atmosphäre in großer Höhe durch die energiereiche Sonneneinstrahlung Chlorradikale (die sind "wild" darauf sich zu verbinden) und diese spalten 1 Sauerstoffatom vom Ozon O3 ab. Duch den Abbau von Ozon kann mehr gefährliche UV-Strahlung auf die Erdoberfläche und somit auf uns treffen. Dadurch steigt die Hautkrebsgefahr. Da in der Chemie die Namen der einzelnen Elemente normalerweise alphabetisch geordnet werden sieht man auch oft die Abk. CFKW |
| Filterkuchen | Eine meiner Meinung nach, stark verharmlosende Bezeichnung für das, was am Filter an Stäuben oder Schadstoffen abgeschieden wird. |
| Fungizide | Pflanzenschutzmittel das Pilzkrankheiten bekämpft. Siehe auch Pestizide. |
| GAU | Abk. für "Größter anzunehmender Unfall". Wird meist in Verbindung mit Kernenergie als stärkster Störfall (besser Unfall) in einem Kernkraftwerk verwendet. |
| Gefahrstoff | Gefährliche Stoffe, welche in der Gefahrstoffverordung definiert sind. Im Chemikaliengesetz werden 16 Eigenschaften von G. genannt. Da wären explosionsgefährlich, brandfördernd, giftig, mindergiftig, ätzend, krebserregend uvm. |
| Gehörschädigung | Nicht reparable Schädigung des Innenohres
nach lang anhaltenden Lärmbelastungen über 80 dB(A) (auf 24 h bezogen).
Dabei sind die Zilien (Sinnenshärchen) auf der Basilarmembran der Innenohrschnecke
quasi abgeknickt. Werte, die das Gehör schädigen werden in Discotheken, hinter dem Walkmankopfhöhrer oder am Arbeitsplatz (Maschinen) oft erreicht. Eine Zündplättchenpistole (Spielzeug) erzeugt beim Abfeuern im Abstand von ca. 5 cm vom Ohr einen Spitzenschallpegel von 170 dB(A). Solche Pegel zerstören die Zilien auf Lebenszeit. |
| Geräusch | Hier treten fast alle Frequenzen nebeneinander auf und der Schalldruck ist regellos schwankend. Siehe auch Klang und Ton. |
| Gewässergüte | Die G. von Fließgewässern wird
in 5 Güteklassen und 3 Zwischenklassen unterteilt:
I
unbelastet bis sehr gering belastet Die Feststellung erfolgt durch analytische
Untersuchungen und biologisch-ökologischer Bestandsaufnahmen, dem sogenannten
Saprobiensystem. Die Güteklasse I ist nur
in Oberläufen von Flüssen (also meistens noch in Gebirgen nahe
der Quelle) anzutreffen, da das Gewässer durch die Ausscheidungen und
das Absterben von Organismen von selbst "verschmutzt" wird. Die Güteklasse
I kann also im weiteren Verlauf des Flusses im Normalfall nicht mehr erreicht
werden. |
| Grenzwerte | Soll die Konzentration eines Stoffes angeben, bis zu der mit unerwünschten Wirkungen auf die Umwelt oder die menschliche Gesundheit oder ein sonstiges System nicht gerechnet werden kann. |
| Hausmüll | Abfälle hauptsächlich aus privaten Haushalten, die von den Entsorgungspflichtigen selbst oder von beauftragten Dritten in genormten, im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen Behältern regelmäßig gesammelt, transportiert und der weiteren Entsorgung zugeführt werden. |
| Herbizide | Pflanzenschutzmittel welches Unkräuter abtötet. Siehe auch Pestizide. |
| Hochfrequente elektro- magnetische Wellen |
Zählt zusammen mit den niederfrequ. elektromagn. Wellen zu den "nichtionisierenden Strahlen". Der Frequenzbe- reich geht von 100 kHz bis 300 GHz. Hier sind elektrisches und magnetisches Feld miteinander gekoppelt. Im Fernfeld stehen sie aufeinander senkrecht und sind in "Phase". |
| Hörschall | Schall, der vom menschl. Gehör wahrgenommen
werden kann. Der Frequenzbereich liegt zwischen 16 Hz (Hertz) und 16 kHz.
In mancher Literatur ist auch der Frequenzbereich zw. 20 Hz und 20 kHz angegeben.
Siehe auch Schall, Ultraschall und Infraschall. |
| Hörschwelle | Gibt den Schalldruckpegel an, ab dem das menschl. Gehör Töne wahrnimmt. Das Ohr hat seine größte Empfindlichkeit zwischen 1000 Hz und 6000 Hz. |
| ICNIRP | International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection. Internationale Kommission für den Schutz vor nicht- ionisierender Strahlung bei der IRPA. |
| Immission | Laut dem BImSchG auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder andere Sachen einwirkende Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und änliche Umwelteinwirkungen. |
| Infrarotstrahlung | abgekürzt: IR-Strahlung. Wird auch als Wärmestrahlung bezeichnet und ist nicht sichtbar. Die I. beinhaltet Wellenlängen von 780 nm bis 1 mm. Die I. ist der Teil des Sonnenlichts, welches die Erdoberfläche erwärmt. Sie spüren wir auch, wenn uns die Sonne auf die Haut scheint. |
| Infraschall | Luftschall im Frequenzbereich zwischen 2 Hz und 16 Hz. I. wird ausgelöst durch z.B. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Meeresbrandung, Heizungs- und Klimaanlagen, Windkraftanlagen, Kompressoren, Sprengungen uva. Siehe auch Schall, Hörschall und Ultraschall. |
| Indikatoren | Pflanzen oder Organismen, die Zustände in unserer Umwelt anzeigen. Z.B. sind Flechten Indikatoren für die Luftverschmutzung. Manche Flechten können nur in sehr sauberer Luft existieren. Auch Fische und bestimmte Krebse in Gewässern sind Indikatoren für den Zustand von Gewässern. |
| INIRC | Internationales Komitee für nichtionisierende Strahlung bei der IRPA, vorläufer der ICNIRP. |
| Inversion | Auch Inversionswetterlage. Sie ist ein Zustand, bei dem sich in unteren Luftschichten ein Kaltluftpolster bildet während in den höhergelegenen Luftschichten wärmere Temperaturen herrschen. Aufgrund des physikalischen Gesetzes, dass wärmere Luft nach oben steigt während kältere Luft zu Boden sinkt, welches ja hier schon abgeschlossen ist gibt es keinen natürlichen Luftaustausch zwischen höheren und niedrigeren Luftschichten. An der Grenze der Luftschichten stauen sich dann z.B. Abgase und reichern sich an. In Zusammenhang mit Inversion sollte man auch unter Sommersmog (auch Photochemischer Smog oder Los Angeles-Smog) und Wintersmog (auch London-Smog). |
| Insektizid | Pflanzenschutzmittel, welches Insekten abtötet. Siehe auch Pestizide. |
| IRPA | Internationale Strahlenschutzvereinigung |
| Jod | Chemisches Element aus der Gruppe der Halogene. Jod muss mit der Nahrung oder mit dem Trinkwasser aufgenommen werden (als Jodid). Jodmangel äußert sich als Kropf, Wachstumshemmung oder Idiotie. |
| Kanalisation | Anlage, die meist als Röhrensystem unterirdisch angelegt ist, um Niederschlagswasser und Abwasser abzuleiten. Eigentlich kann man zwischen der Trennkanalisation und Mischkanalisation unterscheiden. Das erstere ist die sogenannte Mischkanalisation, der aber normalerweise die Trennkanalisation vorzuziehen ist (wird nur fast nirgendwo gemacht). Bei der Trennkanalisation wird das Niederschlagswasser, welches ja normalerweise sauber ist getrennt vom Abwasser abgeleitet. Das hätte den Vorteil, dass bei Niederschlägen nicht unmengen Wasser an der Kläranlage ankommen und weniger Regenrückhalte- becken nötig wären. |
| karzinogen | krebserregend |
| Klang | Setzt sich aus mehreren Tönen zusammen. Die Frequenzen der zusammengesetzten Töne stehen in einem ganzzahligen Verhältnis. Siehe auch Ton und Geräusch. |
| Lärm | Nich erwünschter, störender oder gesundheitsschädlicher Schall. |
| Lärmschwerhörigkeit | Bleibende, nicht reparable Schädigung Zilien (Haarzellen) im Innenohr. L. kann entstehen ab Pegeln von 85 dB(A), wenn man diesem Pegel täglich 8 h ausgesetzt ist, bei 120 dB(A) innerhalb einiger Minuten und bei kurzzeitigem Einwirken von Pegeln mit mehr als 140 dB(A) (Knall). |
| Lautheit | Ein Maß dafür, wie laut bzw. leise ein Schallereignis ist. Die Einheit für die L. ist das Sone. 1 sone entspricht einem Lautstärkepegel von 40 phon. 2 sone entspricht einem Lautstärkepegel von 50 phon (Lautstärkeverdoppelung). |
| Lautstärkever- doppelung |
Eine Verdoppelung der Lautstärke entspricht einer Pegelerhöhung von 10 dB. |
| MAK-Werte | Maximale Arbeitsplatzkonzentration. Gibt Grenzkonzentrationen für den Umgang mit chemischen Stoffen an, die nach dem Stand des Wissens als erträglich oder zumutbar gelten. Gilt für Arbeitsplätze bei täglich achtstündiger Arbeit. Siehe auch TRK-Werte. |
| mesotroph | Gibt eine bestimmte Nährstoffbelastung
von z.B. Gewässern an. M. bedeutet: mäßige Nährstoffbelastung, mäßige Algenproduktion, zeitweise ist die Algenblüte möglich, mittlere Sichttiefe, geringe Sauerstoffzehrung im Tiefenwasser und in der Sprungschicht. oligotroph eutroph polytroph |
| Müllverbrennungs- anlage |
Abk. MVA. Anlage zum Verbrennen von Abfällen um Schadstoffe im Müll zu zersetzen oder zur Verwertung des Abfalls (dabei wird Energie aus der Verbrennung gewonnen in Form von Strom und Wärme) |
| mutagen | erbgutverändernd |
| Niederfrequente elektromagn. Wellen | Zählt zusammen mit den hochfrequ. elektromagn. Wellen zu den "nichtionisierenden
Strahlen". Frequenzbereich von 0 Hz bis 100 kHz. In diesem Frequenzbereich können elektrische und magnetische Felder getrennt betrachtet werden |
| Niedrigenergiehaus | Häuser, die nach der Wärmeschutzverordnung nur 54 bis 100 kWh/m2 Heizwärmebedarf haben. Dies wird erreicht durch z.B. architektonische Maßnahmen, Sonnenenergienutzung,Isolierung. |
| Nitrifikation | In der Nitrifikation wird der Ammoniumstickstoff NH4+ zu Nitrit NO2- und NO3- oxidiert. Aus diesem Grund muss genügend Sauerstoff im Wasser sein. |
| oligotroph | Gibt eine bestimmte Nährstoffbelastung
von z.B. Gewässern an. O. bedeutet: geringe Nährstoffbelastung und Algenproduktion, hohe Sichttiefe, ganzjährig hohe Sauerstoffsättigung bis zum Seegrund. mesotroph eutroph polytroph |
| Ozon | Chemische Formel O3. Besteht aus 3 Sauerstoffatomen, ist stechend riechend und gasförmig. Dabei unterscheidet man das bodennahe und das atmosphärische Ozon. Das Bodennahe Ozon, welches oft im Sommer ins Gespräch kommt bildet sich unter dem Zusammenwirken von starker Sonneneinstrahlung, mit Stickstoffoxiden und Sauerstoff unter der Einwirkung von Kohlenwasserstoffen. Das atmosphärische Ozon ist das in der Atmosphäre, welches uns vor der Schädlichen UV-Strahlung schützt und durch z.B. CFKWs abgebaut wird. |
| PCB | Abk.: Polychlorierte Biphenyle. Schwer abbaubare chlorierte aromatische Kohlenwasserstoffe die nicht leitend sind und nicht entflammbar sind. Sie sind persistent (schwer abbaubar und reichern sich deshalb in der Nahrungskette an). |
| Pestizide | Pflanzenschutzmittel. Chemische Mittel
zur Zerstörung von pflanzenschädigenden Organismen.
Sie sind ihrem Bestimmungszweck entsprechend stark toxisch (giftig). Außerdem sind sie persistent, d.h. sie werden nur langsam abgebaut. Dadurch reichern sie sich in der Nahrungskette an. Pestizide werden entsprechend ihrem Einsatzzweck unterteilt in: - Herbizide - Fungizide - Insektizide |
| Phosphat | Chem. Formel: PO4 ³- . Steigert das Wachstum von Algen und Wasserpflanzen. Das gelöste P. stammt hauptsächlich aus den häuslichen Abwässern, ist aber durch die Verwendung von phosphatfreien Waschmitteln stark verringert worden. In der Klär- anlage wird das P. durch ein spezielles Verfahren, die biologische Phosphorentnahme, von Mikroorganismen abgebaut. |
| polytroph | Gibt eine bestimmte Nährstoffbelastung
von z.B. Gewässern an. P. bedeutet: übermäßige Nährstoffbelastung und massenhafte Algenproduktion, Sichttiefe nur im Bereich weniger cm, übermäßig hohe Sauerstoffzehrung. mesotroph eutroph oligotroph |
| PVC | Abk. für Polyvenylchlorid. Zusammen mit Weichmachern wird dieser Stoff als Kunststoff verwendet. Ohne diese Weichmacher wäre PVC eine harte, spröde Substanz. Der Stoff macht immter wieder Probleme, weil beim Verbrennen große Mengen Chlorwasserstoff entstehen und in die Atmosphäre gelangen. Durch diese Abgase kommt es bei Bränden zu Verätzungen der Atemwege. |
| Quecksilber | Chem. Zeichen: Hg. Silberglänzendes, bei Raumtemperatur flüssiges Metall. Bildet schon bei Raumtemperatur gesundheitsschädliche Dämpfe. Oft sind Thermometer mit Quecksilber gefüllt. |
| Rauchgasreinigung | Meist hinter Anlagen geschaltete Anlagen zur Reinigung der Rauchgase oder der Abluft. |
| Rotte | Das Gleiche wie Kompostierung. Abbau von organischer Substanz durch Mikroorganismen unter Luftzufuhr in feuchtem Milieu welcher zu einem humusähnlichen Produkt führt. |
| Saprobiensystem | Wird bei der Ermittlung der Gewässergüte von Fließgewässern
verwendet. Das S. gibt die Gewässergüte durch die Besiedlung des
Fließgewässers mit Kleinlebewesen an. Z.B.:
I
Steinfliegenlarve, Köcherfliegenlarve
|
| Schall | Schwingungen in einem elastischen Medium. Siehe auch Hörschall, Infraschall und Ultraschall |
| Schalldämpfung | Minderung des Körperschalls oder Luftschalls durch Umwandlung der Schallenergie (Druckschwankungen) in Wärmeenergie. Dieses erfolgt durch die hohe innere Reibung des Schalldämpfmaterials. |
| Schallleistung | Die pro Zeiteinheit abgestrahlte Schallenergie in Watt (W). Sie oder der Schallleistungspegel werden zur Beschreibung der Emissionen von Schallquellen verwendet. |
| Schallschutzfenster | Fenster, durch die das Lärmaufkommen im Wohnraum vermindert wird. Sie werden teilweise sogar gefördert (z.B. an vielbefahrenen Straßen. Wie wirksam die S. sind, ist u.a. davon abhängig, ob das Fenster gut eingebaut ist. So etwas sollte also vom Fachmann gemacht werden. |
| Schwermetalle | Metalle, deren Dichte größer als 4,5 g/cm³ ist. Z.B. Kupfer, Blei, Zink, Gold, Platin uvm. Schwermetalle reichern sich in der Nahrungskette an und sind sehr beständig. |
| Sommersmog | Auch LA-Smog oder Photochem. Smog genannt. Entsteht durch gewisse Schadstoffe bei Inversionswetterlagen unter Einwirkung von Sonnenstrahlung. Dabei entsteht Ozon (O3). Als Folgereaktion entsteht durch Reaktion des Ozons mit Stickstoffdioxid und Wasser als Ergebnis Salpetersäure (HNO3). Auf die Gesundheit wirken sich solche Stoffe durch Atemwegsreizungen und Lungenkrankheiten aus. Durch Ozon werden u.a. Leder, Textilien und Gummi geschädigt. In Los Angeles wurden z.B. Autoreifen durch den Photochemischen Smog stark geschädigt. |
| Tenside | Waschaktive Substanzen (WAS). Sie sind
hauptsächlich in Wasch- und Reinigungsmitteln enthalten. Die Moleküle
der T. enthalten zwei unterschiedliche Bereiche: - ein hydrophiler (wasserliebend, wasseranziehend) Bereich und - ein hydrophober (wasserabweisend) Bereich. Werden Tenside ins Wasser eingebracht steht der hydrophobe Teil aus dem Wasser, der hydrophile Teil ist im Wasser. Dadurch wird die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt. So ist eine leichtere Benetzung des z.B. Wäschestückes mit Wasser möglich. Daraus folgt eine enorm bessere Reinigungswirkung. |
| Ton | Schallsignal mit sinusförmiger Schalldruckschwankung. Siehe auch Geräusch und Klang. |
| Toxizität | Giftigkeit. Die Gesamtheit der gesundheitsschädlichen Wirkungen von Substanzen. |
| TRK-Werte | Technische Richtkonzentration. Gibt Konzentrationen von einigen karzinogen und mutagen wirkenden Arbeitsstoffe an, die für Schutzmaßnahmen herangezogen werden. Sie werden für solche Stoffe (Gase Dämpfe oder Schwebstoffe in der Luft) angegeben, für die unter toxikologischen oder arbeitsmedizinischen Gesichtspunkten keine MAK-Werte angegeben werden können. |
| Tropfkörper | Bauwerk aus der biologischen Abwasserreinigungsstufe in Kläranlagen. Hierbei wird das mechanisch vorgereinigte Abwasser über einen "Drehgalgen auf eine Schüttung mit großer Oberfläche aufgebracht, der als Füllkörper bezeichnet wird. Dieser besteht aus z.B. Kunststoffbauteilen oder Lavaschlacke. Auf diesem Füllkörper bildet sich dann der sogenannte "biologische Rasen", ein schleimiger Überzug aus Mikroorganismen. Beim durchrieseln des Abwassers durch den Füllkörper wird Kohlenstoff und Stickstoff durch Bakterien "abgebaut". |
| Trophie | Sie wird im Zusammenhang mit der Saprobie in der Gewässergütekarte angegeben. Die T. steht für das Wachstum von Pflanzen bei Nährstoffversorgung zusammen mit bestimmten Temperaturen, Licht und der Wasserbewegung. |
| Ultraschall | Der Schall im Frequenzbereich über dem Hörschall. Ab 16 kHz aufwärts. Siehe auch Schall, Hörschall und Infraschall. |
| Ultraviolette Strahlung | UV-Strahlung. Elektromagnetische Strahlung des Sonnenlichts im Wellenlängenbereich unter 380 nm (Nanometer). Dieser Teil der Sonnenlichtstrahlung kann bei Menschen Hautkrebs erzeugen. Die Ozonschicht hält einen großteil der UV-Strahlung zurück. |
| Verwertung | Weitere Unterscheidung in stoffliche und energetische Verwertung. Die stoffl. V. beinhaltet den Ersatz von Rohstoffen durch Verwendung von aus Abfall gewonnen Stoffen (Recycling). Die energ. V. beinhaltet die Verwendung des Abfalls als Ersatzbrennstoffs. Die stoffl. V. hat dabei Vorrang. |
| Vorsatzschalen | Im Abstand von ca. 6 cm vor die Außenwand gestellte Gipskarton- oder Spanplattenwand. Der Zwischenraum wird mit Schallschluckmaterial, wie z.B. Mineralwolle usw. aufgefüllt. |
| Welle | Physikalisch: Zeitlich periodische Schwankung, die sich fortbewegt. |
| Wintersmog | Auch London-Smog. Trat, wie der Name schon sagt hauptsächlich im Winter auf. "Trat", weil durch geringeren SO2-Ausstoß (Schwefeldioxid) diese Smogart nicht mehr zu oft auftritt. Der Wintersmog entsteht bei Inversionswetterlagen, wenn sich unter der Trennfläche der Luftschichten Schwefeldioxid und Rauch ansammelt. Dabei kommt es zu Krankheitssymptomen wie Rasselgeräusche beim Atmen, Atemnot, Fieber und vielem mehr. Auf dieses Problem wurden die Wissenschaftler, Ärzte usw. das erste Mal 1930 im belgischen Maastal und 1948 in der Innenstadt von Dorona in Pennsylvanien (USA) aufmerksam. Damals starben viele Menschen. In London kam es im Dezember 1952 zu starken Luftverschmutzungen. Es trat starker Nebel auf. Innerhalb von 12 Stunden trat eine Vielzahl von Krankheitsfällen auf. |
| Wirkungsgrad | Das Verhältnis, also der Quotient aus der abgegebenen Energie und der zugeführten Energie. Das Formelzeichen für den Wirkungsgrad ist das kleine Eta. Der Wirkungsgrad ist kleiner als Null. Mit 100 multipliziert wird der Wirkungsgrad in % angegeben. |
| Zyklon | Auch Fliehkraftabscheider genannt. Durch einen Zyklon können z.B. Stäube aus der Luft abgeschieden werden. |