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 Enteneier

Die Laufente zählt zu den Legerassen. Sie wurde also früher hauptsächlich wegen ihrer hohen Legeleistung gehalten. Der Legerekord soll bei über 250 Eiern pro Jahr liegen. Meine Walli schaffte vergangenes Jahr 65 Eier. Wenn die Ente brüten will, endet die Legetätigkeit, sobald ein Gelege von 10-15 Eier zusammen ist. Die hohen Legeleistungen kommen wohl dadurch zustande, daß die Eier regelmäßig abgesammelt werden. Auch durch künstliches Licht kann die Legeleistung beeinflusst werden.

Laut Literatur beginnen Laufenten im Herbst mit dem Legen und legen den Winter durch. Ich kann das nicht bestätigen. Die ersten Eier habe ich vergangenes Jahr im April, heuer ab Mitte März erhalten. Die Legeleistung lag bei 3-5 Eiern pro Woche.

Enteneier sind etwas größer als Hühnereier und wiegen 60-75 Gramm. Die Schale ist etwas dicker.

Früher galten Enteneier als Delikatesse. Heute sind sie etwas in Verruf geraten, da sie anfälliger für Paratyphus- und Salmonellenbefall sind als Hühnereier. Enteneier, die in den Handel gebracht werden, müssen einen Stempelaufdruck “Entenei, 8 Minuten kochen” tragen.

Ich habe Enteneier hartgekocht und zum Kuchenbacken verwendet. Der Geschmack ist mit dem Hühnerei vergleichbar, der Dotteranteil ist etwas höher.

Enteneier, die für die Kunstbrut verwendet werden, sollen nicht abgewaschen werden, da hierbei die natürliche wachsartige Schutzschicht entfernt wird, die das Ei vor Keimbefall und Austrocknung schützt. Bei Eiern, die älter als vier Wochen sind, besteht kaum noch Erfolg, sie auszubrüten.