|
Laufenten brauchen einen großen Auslauf, sind aber mit einem kleinen Wasserbecken zufrieden, das sie weniger zum Schwimmen als zum Baden und Trinken brauchen 1). Da sie kaum fliegen können, genügt ein normaler Gartenzaun als Abzäunung (auch wichtig gegen Hunde). Meine beiden ersten haben sogar einen 40 cm hohen Zaun monatelang respektiert, bis sie gemerkt haben, daß sie doch ein bißchen fliegen können. Mein Garten bietet etwa 400 qm Rasen, 100 qm Beete und einen 30 qm großen Gartenteich (Folienteich) und ist als Auslauf mehr als ausreichend. Zur Hälfte der Zeit halten sich die Enten im Teich oder der unmittelbaren Umgebung auf. Dem Teich hat dies nicht besonders gutgetan. Da die Enten gerne gründeln und dabei Humus fressen, hat das Teichsubstrat im Uferbereich deutlich abgenommen und dadurch auch die Vegetation im Wasser. Die Seerosen im tieferen Bereich blieben zunächst noch verschont, wurden später aber von meinem Entennachwuchs radikal abgeweidet. Auch aus der Literatur weiß ich, daß Enten kleinere Gartenbiotope ziemlich runinieren können. Momentan haben sich nur meine Lilien und Binsen gegen die Enten behaupten können. Nächstes Frühjahr versuche ich, den Teich wieder etwas aufzuforsten. Im Gegensatz zu Gänsen, die einen scharfen Schnabel zum Grasweiden haben, lassen Laufenten die Vegetation im Garten in Ruhe. Das einzige was sie anknabbern ist Klee und Gras, vor allem die Grassamen. Von verblühten Färberkamillen haben sie auch den Samen abgeknabbert. Bei den Vorbesitzern haben sie allerdings auch schon mal das Innere von jungen Salatpflanzen abgefressen. Frische Beete werden gerne umgegraben, weniger wegen der Pflanzen, sondern mehr auf der Suche nach Schnecken. 1) So stehts in manchen Büchern. Wer einmal seine Enten in einem Teich schwimmen und toben gesehen hat, wird sich aber kaum vorstellen können, daß sie ohne Schwimmgelegenheit genauso glücklich wären. |
|